Lernen im Copmuterraum
Kaum können sie Lesen und Schreiben, die meisten jedenfalls, geht es bei den
"Frölenbergschülern" bereits in den Computerraum. Natürlich ist zuerst einmal bei einigen die Enttäuschung groß, wenn keine Baller- oder andersartige Geschicklichkeitsspiele auf dem Programm stehen,
sondern Lernprogramme. Hinzu kommt graue Theorie: Der Kasten auf dem Fußboden heißt Rechner, der Monitor kann auch Bildschirm heißen, aber nie "Fernseher", der "Kopierer" ist keiner, sondern ein
Drucker usw. Schließlich müssen wir alle dieselbe Sprache sprechen, damit keine Missverständnisse entstehen und was würden Eltern denken, wenn ihr Sprössling zu Hause stolz erzählt, er hätte in der
Schule geübt, wie man Fernseher an- und ausschaltet und zwischen den Programmen wechselt! Dann geht es los: Den Rechner hochfahren (nicht "Aufmachen", bloß nicht!!!), sich mit Namen und Kennwort
anmelden und am Ende das Herunterfahren (nicht "Zumachen"!) will gelernt sein, denn wenn ich auch den Monitor ausschalte, so läuft der Rechner immer noch! Aber mittlerweile sind alle bereits so
geschickt, dass es reibungslos klappt. Mittlerweile sind Lernprogramme auch nicht mehr "blöd", sondern alles andere als langweilig, wenn sie als Ratespiele, Kreuzworträtsel, Memoriespiele u.a.
verpackt sind, vor allem, wenn man sich seinen Lernzuwachs ausdrucken, mitnehmen und zu Hause stolz vorzeigen kann. Sogar die ersten Tastaturbefehle werden gelernt. "Das kann noch nicht 'mal Papa",
verkündet S. stolz, die lieber nicht genannt werden soll, "und bald kann ich Mama helfen, wenn unser Computer wieder einmal abgestürzt ist." So weit ist es allerdings vorerst noch
nicht.
Vorerst steht der Schritt in das Internet auf dem Programm, allerdings auf ausgesuchte
Seiten. Und dafür, dass nichts schiefgeht, sorgt unsere ausgeklügelte Sicherheitssoftware. Die schaltet sich sogar ein, wenn z.B. für Referate das Suchwort "Nacktschnecken" eingegeben wird. Aber auch
das ist kein Problem: Der Lehrer kann die Seite freigeben und der Wissensvermehrung steht nichts mehr im Wege.
Aber: sicher ist sicher!

